Über das Projekt

Das Projekt „Ciclovia Alpe Adria Radweg“
Ein Beispiel für grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Am Anfang stand hinter dem italienisch-österreichischen Projekt „Ciclovia Alpe Adria Radweg (CAAR)“ ein gemeinsamer Wunsch der drei teilnehmenden Länder Friaul Julisch Venetien, Kärnten und  SalzburgerLand: Ein grenzüberschreitender Radweg, der die Alpen überwindet und das mitteleuropäische Radwegenetz direkt mit der Adria verbindet.
2008 ging das Projekt in die Vorbereitungsphase, in der die Route Salzburg-Villach-Udine-Aquileia/Grado festgelegt wurde. Der Vorteil dieser Route bestand darin, in relativ kurzer Zeit befahrbar zu sein, weil bereits über längere Abschnitte Radwege vorhanden oder im Bau waren und für die restlichen Teilstrecken verkehrsarme Nebenstraßen zur Verfügung standen.

Das Projekt, dessen Kosten sich auf insgesamt 1,2 Mill. Euro belaufen, ging als Sieger der Ausschreibung, die ihm Rahmen des europäischen Programms zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit Interreg IV Italien-Österreich 2007-2013 durchgeführt wurde, hervor.

Es wird von der Region Friaul Julisch Venetien geleitet. Partner sind die Provinz Udine, das Land Kärnten, das Land Salzburg, Kärnten Werbung und Salzburger Land Tourismus.
Die Stärke des Projekts liegt in der Zusammenarbeit zwischen den Projektpartnern bei der Realisierung der infrastrukturellen Arbeiten (Radwegebau) und den  gemeinsamen Marketingmaßnahmen.
Die infrastrukturellen Arbeiten sind bereits abgeschlossen: Dank der Kofinanzierung der Europäischen Union konnten drei wichtige Teilstücke des Alpe Adria Radweges realisiert werden:

  • Werfen im SalzburgerLand
  • Arnoldstein – Thörl Maglern in Kärnten
  • Cervignano – Grado in Friaul Julisch Venetien

Ein erster, großer grenzüberschreitender Event fand bereits statt: Im Juni 2010 wurde die Etappe Arnoldstein – Thörl Maglern unter Beisein der beiden Landeshauptmänner von Kärnten und Friaul Julisch Venetien eröffnet. Sie wurden auf der Strecke von Villach über Arnoldstein und Coccau bis Tarvis von Hunderten von Radlern aus Österreich, Italien und Slowenien begleitet. Eine weitere Eröffnung ist für das Frühjahr 2014 in Friaul Julisch Venetien geplant.

Das Projekt „Ciclovia Alpe Adria Radweg (CAAR)“ ist ein gutes Praxisbeispiel für EU-geförderte Kooperationen, die nicht nur auf eine Verbesserung der grenzüberschreitenden Verbindungen und die Entwicklung der Grenzregionen abzielen. Ganz wesentlich ist  auch die Steigerung der nachhaltigen Mobilität als konkrete Maßnahme im Hinblick auf die von der Europäischen Union eingegangene Verpflichtung, die Emissionen an Treibhausgasen bis 2020 um 20 Prozent zu senken.